In der Literatur sind verschiedene Schreibweisen für die Orgelbauerfamilie
Mocker
angegeben (
Mockert, Muckert
). Nach derzeitigen Erkenntnissen ist
Mocker
der richtige Name und die richtige Schreibweise.
Hieronymus
Mocker stammt von der Halberstädter / Langensteiner Orgelbauersippe. Obwohl seine Vorfahren aus Langenstein stammen sollen, ist in den dortigen Kirchenbüchern der Name nicht niedergeschrieben. -
Erkenntnisse gern erbeten!
Er zog ins thüringische Roßleben und gründete dort seine eigene Werkstatt, vermtl. im hiesigen Kloster. Daten sind uns leider nicht bekannt, selbst das Archiv aus Roßleben konnte keine Antwort geben.
Sein Sohn,
Johann Christoph
(*um 1689 - † 06.11.1753 Roßleben) war schon in Roßleben bekannt und war als Geselle bei
Johann Georg Papenius.
Seine in Spielberg erbaute Orgel gab nicht nur Anlass zur Freude. Eine Quelle benennt den Orgelbau mit 1785-1790. Mocker soll damals für den Bau 125 Rth. bekommen, plus eine Zugabe, sollte die Orgel bis 29.09.1786 fertiggestellt sein. Dies geschah jedoch nicht! Mocker nahm zwar die Geldsumme an, konnte aber wegen Verarmung nicht zurück zahlen. So nahm die Gemeinde Mocker später in ihren Bann und er musste vor Ort die Orgel fertig bauen. Erst ab 1790 war die Orgel vortrefflich geraten und zu hören. Nochmals wurden über 214 Rth. gezahlt.
Es ist etwas merkwürdig mit der Namensverteilung, aber der Hinweis kommt aus Nemsdorf, dortiger Orgelbau von Papenius. Hier ist benannt, der Tischlergeselle J.C. Mocker, 21.07.1719.
1732 bewarb er sich um den Rang des "fürstlich-weißenfelsischen Hof- und Landorgelmacher".
Sein Sohn
Christoph
(*um 1720 - † nach 1791) führte das Geschäft weiter.
Welcher Mocker-Inhaber baute die Orgeln Ende des 18. Jahrhunderts und was passierte von 1754-1785?
Darüber hinaus haben wir keine weiteren Angaben.
Mocker-Orgeln aus der Region Merseburg - Querfurt:

















