Familie Liemen
sind keine Orgelbauer im eigentlichen Sinne gewesen. Sie haben sich mit der Reinigung und Pflege von Orgeln befasst.
Heinrich Liemen (1783 - 1837) in Gaara, bei Altenburg geboren. Er siedelte später nach Merseburg um. Sein Vater und Großvater waren Lehrer. Seine Frau war Tochter eines Tischlers und Instrumentenbauer. Wobei er auch die Liebe zu den Instrumenten dort fand.
Anton Liemen, Sohn von Heinrich, wurde 1815 in Meuselwitz geboren. Die Wohnung hatte er in Obere Breite Str. 9 zu Merseburg. Weiter ist von ihm nichts bekannt.
Alexander Liemen (1851 - 1931) kam in Merseburg auf die Welt. Sein Vater Anton war im Raum Merseburg – Weißenfels – Eckartsberga bis Sangerhausen tätig. Alexander erweiterte das Geschäftsfeld bis Magdeburg und Wittenberg. Wohn- und Geschäftshaus befanden sich in der Saalestr. 12.
Des Weiteren ist später zu finden,
"Alexander Liemens Nachfolger". - Damit ist kein anderer als Rudolf Kühn gemeint.
Rudolf Kühn
(1898 - 1952), aus Schleusingen stammend, gründete seine eigene Werkstatt 1935/ 36 in Merseburg. Hier stieg wiederum sein Sohn
Gerhard
(1926 - 1994) ins Geschäft mit ein. Die Werkstatt in Merseburg schloss 1995 seine Frau
Anni, nach dem Tod ihres Mannes.
Im Raum Merseburg baute Kühn mehrheitlich die Orgeln nach der Elsässer Orgelreform um. Daneben bekam er auch sämtliche durch den Krieg zerstörten Instrumente zur Wiederherstellung. Für die zunehmend katholischen Christen baute er einige Instrumente. In den auftragsstarken Jahren hatte Kühn bis zu 14 Mitarbeiter und bildete zahlreiche Lehrlinge aus. Wohn- und Geschäftshaus befinden sich in der Neumarktstr. 14. Wobei Familie Kühn das Haus bewohnt, die Werkstatt aber geleert und vom Einsturz bedroht ist.
Daneben sind Verwandte weiteren Grades ebenfalls heute noch im Geschäft von Orgelbauern tätig.
Erbaute Kühn-Orgeln mit dem ursprünglichen Standort. Es stehen nicht mehr alle erbauten Orgeln!:

















