Johann Gottfried Krug
wurde am 06.12.1736 / 37 in Weidau, bei Zeitz, geboren und wuchs im Nachbarort Theißen auf. Er war Sohn eines Schneiders und Gastwirts zu Theißen.
Krug wurde später Stiftsorgelbauer in Zeitz. 1772 versuchte er bereits den Umzug nach Merseburg - er musste sich an der Dom- u. Schlosskirchenorgel beweisen.
1784 bekam er dann das Bürgerrecht in Merseburg und wohnte hier im Markt 15. Darüber hinaus war er auch Stiftsorgelbauer zu Halle (Saale).
Ein Bruder von ihm war vermutlich
Elias Krug.
Johann Gottfried baute in der Region etliche Orgeln, meist ist leider nur noch das Gehäuse erhalten. Daneben führte er zahlreiche Reparaturen, Orgelumsetzungen und Reinigungen durch. 1796 soll er in Magdeburg ansässig gewesen sein. Er starb am 11.01.1811 in Merseburg.
Sein Sohn, Johann Siegfried, war ebenfalls Orgelbauer, namenlos und ohne jeglichen Ruhm. Die uns bekannte Orgel steht in Atzendorf bei Merseburg.
Ein weiterer familiärer Orgelbauer war Wilhelm Gottlob Rohmer (* 19.11.1755 Heuckenwalde - † 1792 Selben) aus Düben. Er war ein Neffe zu Johann Gottfried Krug. 1782 ist er als Orgelbaumeister in Merseburg geführt. Sicherlich die ersten Jahre bei / mit seinem Onkel, eh er nach Dübern verzog.
Er nahm 1791 Reparaturen an der Stadtkirchen-Orgel "St. Peter & Paul" in Delitzsch, 1791 Orgel zu Sietzsch, 1791/92 Orgel zu Löbnitz vor. Bereits 1789 vollendete er die Meyer-Orgel in Zwochau. Bei der Umsetzung/Neubau der Orgel im Jahr 1792 aus Zöberitz nach Selben verstarb er an Hiesiger.
Weitere Lebensdaten, sowie weitere Arbeiten an Orgeln sind uns vorerst nicht bekannt!!
Darüber hinaus baute die Orgelbauerfamilie Krug noch in folgenden Kirchen die Orgel neu,
keine Umbauten, Reparaturen etc.;
leider dazu keine Fotos / Zeichnungen.
Liederstädt (1772-73 n.e.); Eisleben, St. Andreas (1785 n.e.); Schafstädt, St. Johannis ((1775-1779 n.e.) von 1873-1958 in Weißenfels, kath. Kirche, vorher durch Ladegast überarbeitet); Nordhausen, Halle, St. Moritz (1783 III/43 n.e.); Schulpforta (1787 n.e.); Raguhn (1790-93 ?); Burkhartshain (1794 ?); Nordhausen, St. Jacobi (1797/98 ?); Oberklobikau (1797 n.e.); Pansfelde (1805 ?)

















