virtuelle Präsentation der

Orgelbau-Anstalt von Wilhelm Rühlmann, Zörbig

mitteldeutscher Orgelbau 1842 - 1940


Orgelbauerzeitgenossen

Orgelbauerzeitgenossen der Region  (sehr kleine Auswahl)

Anders als in den alten Bundesländern gibt es hier in Mitteldeutschland noch Vieles zu entdecken - original erhaltene romantisch klingende Orgeln.

In dieser Beziehung waren die DDR-Zeiten erfolgreich, denn es wurden kaum Veränderungen an den im 19. Jahrhundert entstandenen Orgeln vorgenommen. Nicht nur die Denkmalpflege, sondern auch einige Forscher von Nah und Fern haben sich diesem kulturellen Erbe angenommen. So darf die Mitteldeutsche Orgellandschaft als Ganzes betrachtet werden, aber die Historie und der Schatz bringt jede einzelne Orgel mit sich. So dürfen wir nicht nur unser Augenmerk auf die großen renommierten Orgelbauer lenken. Daneben gibt es auch eine Fülle von kleineren Werkstätten. Diese im Detail zu erforschen ist meist aussichtslos, da wertvolles Material nicht mehr vorhanden ist, darunter Nachlässe, Schriftverkehr und Fotos.
Dank vieler Helfer konnte in den letzten 15 (1993 - 2008) Jahren eine umfangreiche Aufarbeitung vorgenommen werden.
In einer umfangreichen Recherche wurde in den Jahren 2001 - 2007  der gesamte evangelische Kirchenkreis Merseburg katalogisiert (Orgel in Wort und Bild). Dies soll einerseits dazu dienen darzustellen, welches Instrument heute in der Kirche steht und zum anderen einen Überblick über verschiedene Arbeiten nach der Erhebung von 1936 bis heute geben. Manchen Orts fanden wir es nicht so vor, wie 1936 beschrieben. Darüber hinaus sind auch die Fragebögen nicht immer ordentlich geführt. Wenn möglich wurde ein Vergleich mit den alten Akten vorgenommen.
An manchen Orgeln hat der Zahn der Zeit soweit genagt, dass eine Restauration sehr dringend ist, oder eine Rettung unabdingbar.

Erfreulich ist auch, dass fast 2 Dutzend Orgeln in dieser Zeit eine Restaurierung erfahren durften. Bis auf wenige Orgeln konnte auch ein Erbauer zugeordnet werden, ebenso das Baujahr bzw. Opus.

Darüber hinaus sind die 4 Bände aus dem Pape-Verlag, Berlin, empfehlenswert, wer sich mit der Geschichte der Orgelbauer von damals und heute interessiert. Diese Reihe wird nicht mehr erweitert bzw. aktualisiert.
Band 1: Thüringen und Umgebung (Neuauflage 2019)
Band 2: Sachsen und Umgebung
Band 3: Sachsen-Anhalt und Umgebung
Band 4: Berlin-Brandenburg und Umgebung (einschl. Mecklenburg-Vorpommern)

Auf einer externen Präsentation wird das musikalische Leben in Sachsen-Anhalt näher gebracht, bzw. vertieft.


Eine kleine regionale Auswahl an Orgelbauern haben wir etwas genauer beleuchtet:


Eine kleine regionale Auswahl an Orgelbauern haben wir etwas genauer beleuchtet:

Johann Friedrich Ladegast1 (30.08.1818 Hochhermsdorf - 30.06.1905 Weißenfels) inmitten seiner Familie und Mitarbeiter. Da sich einige Schüler von Ladegast später selber mit einer Orgelbauwerkstatt unabhängig machten bzw. es gab familiäre Übernahmen, sollte Ladegast auch als "Ziehvater" und späterer Vermittler erwähnt werden. Es gibt leider keine Personenbeschreibung.


© by Stadtarchiv Weißenfels und bearbeitet von S. Viel


Johann Friedrich Ladegast1 (30.08.1818 Hochhermsdorf - 30.06.1905 Weißenfels) inmitten seiner Familie und Mitarbeiter. Da sich einige Schüler von Ladegast später selber mit einer Orgelbauwerkstatt unabhängig machten bzw. es gab familiäre Übernahmen, sollte Ladegast auch als "Ziehvater" und späterer Vermittler erwähnt werden. Es gibt leider keine Personenbeschreibung.


© by Stadtarchiv Weißenfels und bearbeitet von S. Viel

Archivsignatur SF I/38/11

Archivsignatur SF I/38/13

Archivsignatur SF I/38/1

1) Wir möchten hier keine Literatur auswerten, denn über den Orgelbauer wurden bereits einige Bücher verfasst. Auf diese literarischen Werke möchten wir im allgemeinen verweisen. Vielleicht lässt sich der "Ladegastverein" in WSF animieren, ein "digitales Lebenswerk" über den in der Stadt wirkenden Orgelbauer zu präsentieren - dies sei wünschenswert.

Nach der Werkstattgründung in Weißenfels, 05.02.1847, bestand sie zwei Generationen lang. Johann Friedrich Ladegast ebnete den Wege zur Fortführung seines Lebenswerkes für seine Söhne Friedrich Ernst (1853- 07.07.1939) & Friedrich Oscar (26.09.1858 - 04.01.1944).  Ab 1888 firmierte sie unter "Ladegast & Sohn, ohne großen Ruhm. Die Schließung der Werkstatt erfolgte nach 1920.



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