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| | Anders als in den alten Bundesländern gibt es hier in Mitteldeutschland noch vieles zu entdecken - original erhaltene romantisch klingende Orgeln. In dieser Beziehung waren die DDR-Zeiten erfolgreich, denn es wurden kaum Veränderungen an den im 19. Jahrhundert entstandenen Orgeln vorgenommen.
Diesem hat sich nicht nur die Denkmalpflege angenommen, sondern auch einige Forscher von Nah und Fern. So darf zwar die Mitteldeutsche Orgellandschaft als Fläche betrachtet werden, aber die Historie und der Schatz bringt jede einzelne Orgel mit sich. So dürfen wir nicht nur unser Augenmerk auf die großen renomierten Orgelbauer lenken. Daneben gibt es auch eine Fülle von kleineren Werkstätten. Sie im Detail zu erforschen ist meist aussichtslos, da wertvolles Material einfach auf der Deponie
landete. Nachlässe, Schriftverkehr und Fotos sind so aus der lebendigen Zeit genommen. Mühselig ist in den Archiven oder bei privaten Personen etwas zu finden. In vielerlei Hinsicht hat sich manchmal der Ehrgeiz gelohnt. Dank vieler Helfer konnte in den letzten 15 (1993 - 2008) Jahren eine umfangreiche Aufarbeitung unternommen werden. | | In einer Umfangreichen Aufarbeitung wurden in den Jahren 2001 - 2007
der gesamte evangelische Kirchenkreis Merseburg katalogisiert (Orgel in Wort und Bild). Dies soll einerseits dazu dienen, welches Instrument heute in der Kirche steht und zum Weiteren gab uns dies einen Überblick über verschiedene Arbeiten nach der Erhebung von 1936 bis heute. Mancher Orts fanden wir es nicht so vor, wie 1936 beschrieben. Darüber hinaus sind auch die Fragebögen nicht immer ordentlich geführt. Daneben war ein Vergleich mit den alten Akten über den Inhalt vorzunehmen. An
manchen Orgeln hat der Zahn soweit genagt, das eine Restauration sehr dringend ist, oder eine Rettung unabdingbar sei. Erfreulich ist auch, das fast 2-dutzend Orgeln in dieser Zeit eine Restaurierung erfahren durften. Bis auf wenige Orgeln konnte auch ein Erbauer zugeordnet werden, ferner das Baujahr bzw. opus. | | Betrachtet man die Opuszahl der einheimischen Orgelbauer (Rühlmann, Böhme, Ladegast, Chwatal, Reubke / Röver, Wäldner [Kurztext / Langtext], Kreutzbach, Krug, Kühn, Liemen, Schönburg, Strobel, Trampeli, Heerwagen, Gerhard, u.v.m.) und stellte die Kirchen dagegen, so ergibt sich erst
die ausgewogene Mischung von den großen und kleinen Orgelbauern. Meisten waren die Kleinen bei den Großen in der Ausbildung (auch umgekehrt). |
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